„Dauerhafte Förderung für Kur- und Heilbäder zwingend notwendig!“

SPD-Landtagsabgeordneter Knut John kritisiert Wirtschaftsminister und fordert mehr Unterstützung für die Branche

WIESBADEN/WERRA-MEISSNER. „Die Heilbäder und Kurorte in Hessen sind wichtige Teile der medizinischen und der touristischen Infrastruktur unseres Landes, zum Teil mit einer jahrhundertelangen Tradition. Aber die schmerzlichen Kürzungen bei Kuren und Heilbehandlungen, die in den 1990er Jahren von Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer durchgesetzt wurden, haben die wirtschaftliche Basis der Branche geschwächt“, betont der SPD-Landtagsabgeordnete Knut John anlässlich der bereits stattgefundenen Tagung des Hessischen Heilbäderverbandes in Bad Soden-Salmünster. „Es ist erfreulich, dass der Bund 25 Jahre später endlich gegensteuert und jetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen für den erneuten Ausbau der Kur-Angebote und deren Nutzung geschaffen hat“, ergänzt er.

„Ob und wie die hessischen Heilbäder ihre neuen Chancen nutzen können, darüber entscheidet auch das Engagement der Landesregierungen. Aber während Niedersachsen und Thüringen beispielsweise ihre Kurorte gemeinsam mit den dortigen Heilbäderverbänden kraftvoll nach vorne bringen, lässt der in Hessen zuständige Minister Tarek Al-Wazir von den Grünen bislang kein Interesse für die zukünftige Entwicklung der Branche erkennen“, verdeutlicht John, der darauf hinweist, dass die „warmen“ Worte des Ministers beim Kurtag des Hessischen Heilbäderverbandes nicht die dauerhafte Förderung der erforderlichen Infrastruktur ersetzen, die aktuell vor allem eine finanzielle Herausforderung für die Standortkommunen seien. „Wir werden daher genau verfolgen, ob Tarek Al-Wazir seinen Versprechen auch Taten verfolgen lässt“, so der heimische SPD-Politiker abschließend.